Schreiben für Google? Mein Erfahrungsbericht als Online-Redakteurin bei Kolibri Online

Jana Finklenburg

Projektmanagerin und Redakteurin Content Marketing bei Kolibri Online
Du hast Fragen? Schreibe mir eine E-Mail.
Jana Finklenburg

Knapp sechs Wochen ist es her, dass ich zum ersten Mal durch die Bürotür im Hamburger Schanzenviertel getreten bin. Seit diesem Tag gehöre ich zu Kolibri Online. Hier bin ich als Redakteurin im Content-Marketing-Team tätig. Was das heißt? Ich setze mich in meinem Job mit moderner, zukunftsorientierter Kommunikation auseinander und lerne, die Mechanismen hinter Google und Co. zu verstehen. Und natürlich erstelle und entwickle ich unterschiedliche Texte und Inhalte fürs Web. Was liegt da näher als ein ausgefeilter Erfahrungsbericht für unseren Blog.

Im folgenden Beitrag kannst du mehr über meine Aufgaben und die Herausforderungen einer Online-Redakteurin lesen und erfahren, welche Voraussetzungen der Job erfordert und wie meine ersten Wochen bei Kolibri waren.

Was macht eigentlich ein Online-Redakteur in einer Content-Marketing-Agentur?

Was wollen Menschen wissen, wenn sie ein bestimmtes Thema googeln? Wie kann ich Inhalte so aufbereiten, dass sie gefunden werden und zwar möglichst auf Seite 1 bei Google? Und wie schaffe ich es, dass Leser nicht schon nach den ersten zwei Sätzen meine Seite wieder verlassen? Diese und viele weitere Fragen begleiten mich durch fast jeden Arbeitstag. Denn als Online-Redakteurin erstelle ich Inhalte und Texte für digitale Kanäle. Und ja – natürlich liegt ein Schwerpunkt auf der reinen Content-Produktion, also dem Schreiben von Blogbeiträgen, Produkt- und Kategorietexten, Newsberichten oder Social-Media-Posts und das für viele verschiedene Themen. Der Job umfasst aber noch viel mehr. Schließlich fängt die Arbeit für einen guten Text immer schon vor dem Schreiben an. Nämlich mit einer umfangreichen Recherche: Im Vorfeld suche ich nach spannenden Themen, prüfe relevante Keywords, analysiere User Intents und mache mir Gedanken zu den Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe. Die genauen Zuständigkeiten hängen natürlich immer von Stelle und Arbeitgeber ab, aber die folgende Aufzählung gibt eine gute Übersicht über die wichtigsten Punkte:

Aufgaben und Tätigkeiten eines Online-Redakteurs:

  • Strategien und Konzepte für Content-Projekte ausarbeiten
  • Themen recherchieren und Trends aufspüren
  • Zielgruppenspezifische Inhalte erstellen; dazu gehören Texte, aber auch Ideen für Infografiken, Videos oder Bilder
  • Redaktionspläne entwickeln und Inhalte kuratieren
  • Briefings für externe Texter, Grafiker und Videoproduzenten schreiben
  • Beiträge anderer Autoren und Texter redigieren
  • Verschiedene Web-Analyse-Tools einsetzen
  • Keyword-Recherchen und -Analysen durchführen
  • User Intent und Suchanfragen abbilden
  • Erfolge messen und Reportings aufsetzen
  • Kunden beraten und betreuen
  • Webseiten und Inhalte über Content-Management-Systeme pflegen

Gute Texte und SEO – geht das überhaupt?

Das Thema Suchmaschineoptimierung (SEO) ist ein zentraler Bestandteil von digitalen Inhalten – und war vielen Online-Redakteuren jahrelang ein Dorn im Auge. Sätze wie: „Ich schreibe doch nicht für Google“ und „Entweder ich achte auf SEO oder ich schreibe einen spannenden Text“ bestimmten Gespräche zwischen Redakteuren und SEO-Managern. Dabei ist das kein Widerspruch mehr: Wenn ich heute einen guten Online-Beitrag schreibe, der wirklich auf die Bedürfnisse meiner Leser eingeht, hat er bereits einen großen Teil an SEO-Anforderungen erfüllt. Natürlich gehören noch weitere Faktoren dazu, wie die Wahl der richtigen Form und eine gute visuelle Lesbarkeit. Aber Google bewertet schon lange nicht mehr die reine Fülle an Keywords in einem Text, sondern dessen Qualität und holistische Inhalte. Außerdem bezieht Google die Suchenden und ihre Bedürfnisse in das Ranking mit ein. Fun Fact: Diese neue Form des Google-Such-Algorithmus ist das so genannte Google-Hummingbird-Update. Hummingbird heißt übersetzt übrigens Kolibri. Na, ist der Groschen gefallen?

Uniabschluss oder Ausbildung: Wie werde ich Online-Redakteur?

Bei den aufgezählten Punkten bekommst du vor Freude Pipi in den Augen? Klasse! Das sind schon mal die besten Voraussetzungen. Ein bisschen mehr braucht es allerdings doch, um als Online-Redakteur nicht nur Spaß, sondern auch Erfolg zu haben. Dabei sind die Wege zum Ziel so unterschiedlich wie die Routenplanungs-Vorschläge bei Google Maps. Die meisten Online-Redakteure haben einen Hochschulabschluss im Gepäck. Sie haben Medienwissenschaften, Journalismus oder Online-Journalismus studiert. Auch finden viele Quereinsteiger aus anderen Branchen den Weg in die digitale Content-Welt, zum Beispiel durch gezielte Weiterbildungen oder Praktika. Das hat den Vorteil, dass sie gleich das nötige Know-how für bestimmte Themenbereiche dabei haben. Natürlich solltest du auch das mitbringen, was man so schön als Sprachgefühl bezeichnet sowie eine gewisse Affinität zu der großen weiten Welt des Internets mitbringen.

Ich habe vor Kolibri Online ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert, anschließend ein Volontariat in einer PR-Agentur gemacht und über die Jahre viel Erfahrung als Texterin in verschiedenen Hamburger Agenturen gesammelt. Währenddessen habe ich immer wieder an gezielten Weiterbildungen teilgenommen, zum Beispiel an der Akademie für Publizistik, der Handelskammer Hamburg oder bei Quadriga.

Gehalt als Online-Redakteur: Du hättest gerne Style und das Geld?

Jaja, das liebe Geld. Es ist nie gut genug, ein Thema, das man beim ersten Date lieber ausspart und das ganz schön auf die Stimmung schlagen kann. Oder war das das Wetter? Egal! Was du als Online-Redakteur verdienst, hängt von deiner Ausbildung, deiner Vorkenntnisse, deinem Arbeitgeber und dem Bundesland, in dem du arbeitest, ab. Es ist auch ein Unterschied, ob du in einer kleinen Agentur arbeitest oder in einem großen Unternehmen angestellt bist. Bist du schon viele Jahre als Texterin oder Redakteurin tätig, wird dein Gehalt anders ausfallen, als dein Verdienst als Neu- oder Quereinsteiger. Die Gehaltsspanne liegt im Einzelnen zwischen 28.000 € und 57.400 €. Lässt sich also festhalten: Style bekommst du als Online-Redakteur auf jeden Fall, Geld je nachdem aber auch.

Was ist der Unterschied zwischen einem Online-Redakteur und einem Content Manager?

Ich bin Online-Redakteurin, erhalte aber auch immer wieder Stellenangebote als Content Managerin. Was genau der Unterschied zwischen den beiden Jobs ist, habe ich mich tatsächlich auch schon mal gefragt. Die Antwort ist nicht ganz einfach. In manchen Unternehmen werden die Bezeichnungen sogar gleichgesetzt. Eine Unterscheidung findet teilweise nach Branchen statt: So findet man in Medienhäusern und Verlagen verstärkt die Bezeichnung Online-Redakteur, in Unternehmen und Agenturen arbeiten viele Content Manager.

Doch wie die Benennung auch ausfällt, bei beiden Jobs geht es um ein zentrales Thema: die Betreuung digitaler Kanäle. Alle zuvor aufgezählten Aufgaben können sowohl bei Online-Redakteuren als auch bei Content-Managern auf dem Tisch landen. Allerdings hat der Content-Manager eine eher übergeordnete und steuernde Funktion. Strategie, Konzept und die Distribution von Inhalten liegen also eher in seiner Hand. Bei Online-Redakteuren liegt der Schwerpunkt mehr auf der Inhaltsproduktion und zwar von Texten, Grafiken, Bildern und Videos für die verschiedenen digitalen Kanäle.

Als kleines Fazit lässt sich also festhalten: Sowohl Content Manager als auch Online-Redakteure beschäftigen sich mit spannenden digitalen Inhalten, die einen mehr steuernd, die andere mehr produzierend. In beiden Fällen stecken hinter den Bezeichnungen unfassbar schlaue und lustige Menschen. Vor allem bei den Online-Redakteuren (Anm. der Red.: Dies ist natürlich eine rein objektive Beobachtung.)

Zwischen Übersetzungsbüro und Content Creation: Und wie ist das jetzt bei Kolibri?

Was ich bereits nach der kurzen Zeit bei Kolibri Online sagen kann: Hier ist es bunt. Die Aufgaben und Themen sind genauso unterschiedlich wie die Suchanfragen bei Google. Ich finde das spannend, denn es gibt mir die Möglichkeit, mich mit vielen verschiedenen Inhalten auseinanderzusetzen, mit denen ich im Alltag nicht viele Berührungspunkte habe.

Hier ist Hands-on-Mentalität gefragt, gepaart mit einer Pippi-Langstrumpf-Attitüde, so nach dem Motto: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Was nicht heißt, dass hier keine Experten sitzen. Aber Angst vor neuen Aufgaben gibt es nicht: Interne oder externe Spezialisten führen regelmäßig Schulungen zu aktuellen SEO-Tipps, zur richtigen Nutzung von Tools wie Sistrix, TermLabs und Co. oder Content-Marketing-Trends durch. Was mir noch gefällt? Für Fragen ist immer Zeit und gute Ideen werden angenommen.

Und ihr sprecht auch Russisch? Fachübersetzungen in über 50 Sprachen

Wer sich Kolibri Online genauer anschaut wird schnell feststellen, dass wir nicht nur Content anbieten, sondern auch eine Abteilung für Fachübersetzungen haben. Und auch, wenn wir in verschiedenen Büros sitzen, gibt es im Arbeitsalltag viele Kooperationen, von denen nicht zuletzt unsere Kunden profitieren. Außerdem bringt es internationales Flair in die Agentur. Mit Kollegen aus Frankreich, Spanien, Italien oder Dänemark zum Lunch gehen und gleich auch noch mehr über die kulturellen Besonderheiten des jeweiligen Landes erfahren? Awesome!

Love your colleagues: Teambuilding mit und ohne Kaltgetränk

Jaja, das musst du ja jetzt schreiben! Ne, muss ich gar nicht, ist ja mein Text. Deswegen ehrlich gemeint: Die Kollegen sind der Wahnsinn. Mit Menschen zusammenzuarbeiten, die 1.) Ahnung haben, 2.) ihren Job lieben (aber auch nicht zu sehr) und 3.) auch dann mit anpacken, wenn es nicht auf der eigenen To-do-Liste steht, macht einfach unglaublich Spaß.

Eine tolle Erfahrung war zum Beispiel eine Teambuilding-Maßnahme in der Hamburger Kunsthalle. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Redaktion und Projektmanagement haben wir an einem Probelauf für ein neues Teambuilding-Format teilgenommen. Die Kombination aus Kunst, Location und Auswahl der Aufgaben hat bei uns allen echt Eindruck hinterlassen. Und auch, wenn wir als Team vorher schon vorzeigbar waren, sind wir jetzt natürlich noch (Achtung!) gebildeter. Und ja: Das gemeinsame Kaltgetränk nach der Arbeit kommt auch hier nicht zu kurz.

Von Hamburg in die ganze Welt: #Freelancerliebe

Nicht nur über einen bunten Strauß an neuen Büro-Kollegen darf ich mich freuen. Für viele Content- und Übersetzungsprojekte arbeiten wir eng mit Freelancern auf der ganzen Welt zusammen. Durch die Arbeit mit so vielen unterschiedlichen Experten lernt man jeden Tag etwas dazu und schult gleichzeitig seine eigenen Briefing-Skills. Unser Pool an Copywritern und Übersetzern ist super wertvoll, deswegen passen wir gut darauf auf.

Von D wie Deadline bis K wie Karaoke-Fans: Das ganz normale Agenturleben bei Kolibri

Immer noch nicht genug von Kolibri? Kann ich verstehen. Für alle, die noch mehr erfahren wollen, habe ich ein kleines Agentur-ABC erstellt. Enjoy!

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    Agentur-Alltag: Alltag? Das wäre ja langweilig.
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    B2B vs. B2C: Für beides gilt: Guter Content schafft Mehrwert.
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    Content Marketing: „Auf den Inhalt kommt es an.“ – Sehen wir genauso!
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    Deadlines: Halten wir immer. Versprochen.
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    Einsatz: Nicht nur fordern, sondern auch zeigen.
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    Fachübersetzungen: Schon mal eine Werbeanzeige auf Kyrillisch erstellt? Wir schon!
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    Gemütlichkeit: Wir verstehen Hygge. Und halten uns daran.
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    H1: Ne, nicht der Nachtclub in Wartenau. Aber gut, dass du fragst.
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    Inselreif: Reisen macht glücklich. Und schlau.
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    Ja: Auch mal Nein zu sagen ist wichtig. Ein Ja zu guten Ideen aber auch.
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    Karaoke-Fans: Chorkehlchen und Rockstars: Hier schlummern einige musikalische Talente.
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    Longtail Keyword: Mit Suchanfragen kennen wir uns aus. Ob Short Head oder Longtail.
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    Morgenmuffel: Kaffee hilft. Gleitzeit aber auch.
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    Netzwerk: Copywriter, SEO-Texter, Fachübersetzer? Wir haben sie alle.
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    OMG: Hören wir öfter als Reaktion auf unsere Arbeit. Ehrlich.
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    Projektmanagement: Ist es nicht schön, wenn jemand wirklich den Durchblick hat?
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    Qualität: Wäre hier passend. Lustiger ist aber Quartalszahl. Ist bei uns übrigens beides top.
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    Rätselprofis: Kein Kreuzworträtsel ist uns zu knifflig. Wir füllen auch die ganz langen Reihen.
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    Sternschanze: Zwischen roter Flora und neuem Pferdemarkt: ein Viertel so bunt wie wir.
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    Texte: Kein SEO-Blabla. Sondern echter Lesestoff.
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    Unvoreingenommenheit: Haben wir noch nie so gemacht? Super!
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    VFeierabendbier: Ähm ja. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Oder?
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    Wortschatz: 16.000 Wörter im Schnitt pro Tag? Schaffen wir. Sogar mit Sinn.
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    Xenophilie: Neuem und Fremden gegenüber aufgeschlossen? Double check!
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    Yogi-Tee: But first: coffee!
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    Zelebrieren: „Schau dir diese Headline an!“ Es sind die kleinen Dinge im Leben.